Rechtsmedizin und/oder Notfallambulanzen

Zahlreiche Städte bieten inzwischen Notfallambulanzen in ihren Rechtsmedizinischen Instituten an. Gewaltopfer können sich dort untersuchen lassen und meistens Beweise anonym sichern lassen. Damit müssen sie nicht sofort entscheiden, ob sie eine Anzeige erstatten wollen. Diese Ambulanzen sind eingearbeitet, manche davon bieten auch eine kostenlose Analyse zu K.-o.Tropfen an.

Wir möchten die Informationen auf dieser Seite gerne ergänzen: Anregungen dazu sind mehr als willkommen!

Aachen

Der Frauennotruf Aachen bietet (u.a.) Unterstützung bei der anonymen Sicherung der Beweise. 2008 gab es in Zusammenarbeit mit den Polizeipräsidien Aachen und Bonn die Möglichkeit, auch ohne vorherige Strafanzeige neben der Dokumentation aller Spuren eine (kostenlose) Analyse auf K.-o.-Tropfen vornehmen zu lassen.
Auskünfte dazu beim Frauennotruf Aachen.

Berlin

Die Rettungsstellen der Berliner Charité sind um die Uhr erreichbar. Sie bieten  medizinische Versorgung und Beratung, zusätzlich noch weitere Hilfen wie beispielsweise Organisation einer Schutzunterkunft.

Anfang 2012 Jahres richtete die Charité außerdem eine Trauma-Ambulanz für Kinder und Jugendliche mit Gewalterfahrungen ein (Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters). Erwachsene Gewaltopfer können sich an die Trauma-Ambulanz in der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus wenden.

Bremen

Der „Arbeitskreis Bremer Modell“ hat für Bremen ein Verfahren entwickelt, das eine anonyme Spurensicherung nach einer Sexualstraftat ermöglicht. Nach der ärztlichen Untersuchung und der Spurendokumentation in einem Krankenhaus werden die Spuren anonymisiert zehn Jahre lang gelagert. Erfolgt in diesem Zeitraum eine Anzeige, können die Spuren als wichtige Beweismittel dienen.

Düsseldorf

Das Universitätsklinikum Düsseldorf bietet in der Rechtsmedizinischen Ambulanz Hilfe für Gewaltopfer an, ist Teil des Hilfsnetzwerkes für Gewaltopfer und arbeitet eng mit den Institutionen dieses Netzwerkes zusammen.

Dresden

In Dresden können Sie sich an das Institut für Rechtsmedizin für Untersuchungen und auch Beratung wenden – unabhängig davon, ob Sie später Anzeige erstatten möchten oder nicht.

Fulda

Die Schutzambulanz Fulda ist ein kostenloses Angebot für Gewaltopfer – auch sexualisierter Gewalt – und ist ein ergänzendes Hilfsangebot für Frauen, Männer, Kinder, Jugendliche und Senioren, die von Gewalt betroffen sind.

Hamburg

Die Opferhilfe Beratungsstelle in Hamburg ist eine professionelle Beratungseinrichtung für alle erwachsenen Frauen und Männer und deren Angehörige.

München

In München und Umgebung können Sie sich an die Notfallambulanz für weibliche Gewaltopfer des Rechtsmedizinischen Instituts der Münchner Universiät (LMU) wenden.

Dort können Sie sich auch anonym untersuchen und die Beweise sichern lassen. Die Entscheidung über eine Anzeige können Sie dann in Ruhe und nach Unterstützung durch die Beraterinnen des Frauennotrufs, einer Anwätlin oder eines Anwaltes, oder zunächst auch gar nicht stellen. Die Sachbeweise werden zwei Jahre lang aufbewahrt, die Auswertung der Beweise bleiben anonym bis zum Ablauf der Bewährungsfrist im Institut. Dieses Verfahren gibt Ihnen Zeit, eine eigene Entscheidung zu treffen.

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