Mittwochszitat – „Opfer-Abo“

„Opfer-Abo“ ist das Unwort des Jahres 2012.

Aus der Begründung der „Sprachkritischen Aktion“:

[Die Jury] kritisiert vielmehr einen Wortgebrauch, der gängige Vorurteile in Bezug auf eine Vortäuschung von Vergewaltigungen oder eine Mitschuld der Frauen bestätigt. Ausdrücke dieser Art drohen letztlich den zivilgesellschaftlichen und juristischen Umgang mit sexueller Gewalt in bedenklicher Weise zu beeinflussen. 

J. Kachelmann hatte diese Wortneuschöpfung genutzt, um Frauen, die Vergewaltigungen anzeigen und die Organisationen, die sich um sie kümmern, zu schmähen.

Wir freuen uns, dass ihm hier Grenzen aufgezeigt wurden! Vielen Dank an die Sprachkritische Aktion und an diejenigen, die das Wort (und auch das Wort „Opfernindustrie“) eingereicht haben.

Die vollständige Begründung steht auf der Seite der Sprachkritischen Aktion.

#ichhabnichtangezeigt hat ebenfalls eine klare Stellungnahme dazu veröffentlicht.

Die Initiative für Gerechtigkeit bei sexueller Gewalt, die „Opferindustrie“ vorgeschlagen hat, setzte sich ein einem offenen Brief mit dieser Art Wortgebrauch auseinander.

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